Schnurlostelefon Vergleich

4. Juni 2010

Pfusch bei WHO-Studie zu Krebsrisiken bei Mobilfunk

Filed under: Strahlung und Gesundheit — admin @ 13:00

Es folgt Studie um Studie, die das Risiko, durch Schnurlos- oder Mobiltelefone an Krebs zu erkranken erforschen soll. Die bislang umfangreichste Studie wurde jüngst von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durchgeführt – durch methodische Probleme sind die Ergebnisse jedoch wenig eindeutig.

Die sogenannte Interphone-Studie war im Jahr 2000 von der WHO in Auftrag gegen worden. Dafür hatten Wissenschaftler in 13 Ländern mehr als 13.000 Menschen befragt, etwa 5.000 davon waren in Form eines Gehirntumors an Krebs erkrankt.

Nach rund 10 jahren liegen jetzt die Ergebnisse vor und verkünden wenig Neues: Ein durchschnittlicher Handynutzer unterliegt keinem erhöhtem Risiko an Krebs zu erkranken. Für Menschen, die die Telefone allerdings extrem lange am Ohr haben, konnten die Forscher ein erhöhtes Risiko feststellen.

Das Ergebnis kommt jedoch dadurch zustande, das Teilnehmer angaben, dass Telefon bevorzugt an die Stelle des Kopfes gehalten zu haben, an der dann auch tatsächlich ein Tumor auftrat. Das waren etwa fünf Prozent der Probandengruppe, die zum Zeitpunkt der Befragung mehr als 1640 Stunden mobil telefoniert hatten. Diese Ergebnisse könnten aber auch durch methodische Problem bei der Befragung entstanden sein, gab Maria Blettner zu, Leiterin des Instituts für medizinische Biometrie an der Universität Mainz und Mitglied der Forschergruppe.
Ein Ergebnis der Studie ist deshalb auch, dass weiter Studien nötig sind.

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